Selbsthilfegruppe "Chronische Schmerzen"


Wieso gründe ich eine Selbsthilfegruppe?

Im Sommer 1997 trafen mich Schmerzen aus heiterem Himmel - am Schreibtisch, im Büro. Mit Mühe kam ich noch nach Hause an diesem Freitagmittag. Wegen diesem bißchen Schmerzen ging ich auch nicht zum ärztlichen Notfalldienst, konnte ja nur nicht laufen, nicht liegen, nicht sitzen, nicht schlafen. Alles halb so schlimm.
Nach der üblichen Ärzte-Abklapperei, damit ich auch wusste, ich bin wirklich körperlich krank, u.a. auch mit einer Diagnose "Simulantin", kam ich an die richtigen Institutionen. Zum einen die Schmerzambulanz und zum anderen die Deutsche Schmerzhilfe.
Nachdem ich wieder einigermaßen lauffähig war, kam eine Form von Tatendrang zurück. Ich wollte anderen Schmerzgeplagten helfen, für sie da sein. Sehr bald verstand ich, dass das nicht funktionierte, solange ich mit mir selbst nicht im reinen war. Dieser Prozess hat nun viele Jahre gedauert. Heute fühle ich mich in der Lage, über meine Schmerzen zu reden und meine Erfahrungen mit anderen Schmerz-Menschen zu teilen.
Daher nun auch die Gründung einer Selbsthilfegruppe. Ich weiß, es gibt in der Umgegend von Speyer viele viele Menschen, denen es genauso ging bzw. noch genauso geht, wie es mir ging.

Bitte, kommen Sie heraus aus Ihrer Einsamkeit, kommen Sie zu einen Treffen mit Menschen, die Ihr Schicksal teilen. Nehmen Sie wieder am Leben teil, nehmen Sie sich Ihr Stück Leben, denn:


Die Hoffnung stirbt zuletzt.

Mein persönliches Lebensmotto ist seit einigen Jahren: "Träume nicht dein Leben, lebe Deine Träume."

Oktober 2003, Christa Nehls


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